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Ausländische Ärzte in der Schweiz - Weiterhin hoher Bedarf und Zulassungsstopp für Niederlassungswillige

Obwohl das Gesundheitswesen in der Schweiz weiterhin in hohem Maße auf ausländische Ärzte angewiesen ist, wurde kürzlich der seit 2001 formal bestehende Zulassungsstopp erneut um drei Jahre verlängert und gilt nun bis Sommer 2019.
Damit soll der Zustrom niederlassungswilliger ausländischer Ärzte in die Praxen kontrolliert und eingedämmt werden. Die Regelung erlaubt den einzelnen Kantonen, die Zulassung neuer Ärztinnen und Ärzte von einem entsprechenden Bedarf abhängig zu machen.
Ausnahme: Mediziner, die bereits seit drei Jahren in der Schweiz gearbeitet haben, benötigen diesen Bedürfnisnachweis nicht.
Insgesamt kamen lt. Schweizer Ärztestatistik im Jahr  2015 rd. 32% der in der Schweiz berufstätigen Ärzte aus dem Ausland - im Vergleich zum Vorjahr ein moderater Anstieg von 1%. Im ambulanten Sektor betrug der Anteil 26, im stationären Bereich 38%. Dabei kommt die überwiegende Mehrheit der ausländischen Ärzte aus Deutschland (18%), gefolgt von Italien (3%) Frankreich und Österreich mit jeweils 2%.
Auch in den kommenden Jahren dürften die Chancen für ausländische, vor allem deutsche Ärztinnen und Ärzte weiterhin sehr gut sein, und zwar sowohl im Krankenhausbereich als auch in der niedergelassenen Praxis. So stehen etwa in den kommenden Jahren  potenziell rd. 3.000 in der Schweiz tätige Ärzte altersbedingt vor einer Abgabe/Aufgabe ihrer Praxis. Die Notwendigkeit, diesePraxen auch mit ausländischen Ärzten zu besetzen, ist evident.

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